Die Lötlampe

Abbildung einer Lötlampe*.


Bei einer Lötlampe handelt es sich um einen kleinen, handlichen Propan- oder Butangas Brenner. Lötlampen werden zumLöten, also dem stoffschlüssigen, nicht trennbarem verbinden von Metallen, verwendet werden. Die beiden Fügepartner werden durch atomare oder molekulare Kräfte zusammengehalten. Stoffschlüssige Verbindungen werden immer dann gebraucht, wenn etwas gegen Wasser oder Luft abgedichtet werden soll oder wenn Wärme oder Strom übertragen werden soll. Lötlampen finden auch Anwendungen in nicht technischen Bereichen. Die Geräte eignen sich zum Vorheizen von Gegenständen, zum Entfernen (Abbrennen) von Lack, zum Grillkohle anzünden oder auch zum Gratinieren in der Küche.

Lötbrenner sind einfach zu handhaben. Sie bengasötigen keine besonderen handwerklichen Fähigkeiten zum Umgang mit einem Lötbrenner. Der geringe Anschaffungspreis sowie die geringen Betriebskosten sind weitere Pluspunkte einer Lötlampe. Mit einer handelsüblichen Gaskartusche mit einer 330-Gramm-Füllung kann der Lötbrenner bis zu 3 Stunden lang betrieben werden.

Vorteile einer Lötlampe:

  • vielseitig einsetzbar
  • einfaches Handling
  • geringe Anschaffungskosten
  • geringe Betriebskosten
QualitätstippPreistippHeimwerkertipp
Campingaz Soudogaz X2000Rothenberger RoFire 1800Campingaz PT2000Dremel VersaFlame
Arbeitstemperatur730° C710° Cca. 700° C700° C
Flammtemperatur1800°C1800° C1800° Cmax. 1200° C
Piezozündung

Hartlöten
Weichlöten
GaskartuscheC206, C200Multigas 300 C206, C200Feuerzeuggas
Preis pro Füllung< 2.50€< 4€< 2.50€< 1€
Brenndauer100 min.150 min.100 min.75 min.
ZubehörFeinbrenner, Flachbrenner-Feinbrenner, FlachbrennerLötspitze, Flammdüse, Reflektorblech
Preis EUR 39,41 EUR 19,94 EUR 25,59 EUR 39,26
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Was Sie beim Kauf einer Lötlampe beachten müssen

Standard 190g Stechkartuschen*.

Achten Sie beim Kauf einer neuen Lötlampe unbedingt auf Qualitätsware. Zwar gibt es nicht so viele technische Feinheiten wie an vielen anderen Arbeitsgeräten, Sie werden aber mit brennbarem Gas arbeiten, was eine Gefahr darstellen kann. GS und TÜV Süd Zeichen muss die Lötlampe in jedem Fall aufweisen. Die Prüfung und Zertifizierung nach DVGW ist ein weiteres Merkmal und hilft Qualitätsstandards zu halten. Um nicht mit Feuerzeugen oder Streichhölzern hantieren zu müssen, sollte die Lötlampe über eine eingebaute Piezozündung verfügen. Regelbare Gasleistung und ein stabiler, schlagfester (Kunststoff)-Griff sind weitere Merkmale einer hochwertigen Lötlampe.
Achten Sie darauf, handelsübliche Gaskartuschen verwenden zu können. Das macht nicht nur die Neubeschaffung einfacher (Baumarkt, Campingplatz, Tankstelle) sondern stellt auch einen Sicherheitsstandard dar. Der Gasverbrauch sollte nicht über 150g/h liegen, so dass pro Kartusche eine Arbeitszeit von 90 Minuten und mehr erreicht wird.

  • TÜV Süd, GS und DVGW Zertifizierung
  • Piezozündung
  • Robustes Gehäuse, praktischer Griff
  • Flammentemperatur 1800 °C
  • Leistung 2,1 kW
  • Gasverbrauch 120 g/h
  • Betriebsdauer nicht unter 90 min

Die Lötlampe – Aufbau, Anwendungen und Arbeitsweise

Lötlampe Benzin Neuware neu

Eine der wenigen, noch als Neuware erhältlichen Benzin Lötlampen*.

Früher wurden Benzin Lötlampen mit Benzingas betrieben, was sich nicht nur durch eine erschwerte Arbeitsvorbereitung äußerte sondern das Löten auch gefährlicher machte. Benzindämpfe können sich leicht entzünden. Der Betrieb wurde daher auf Gas umgestellt. Inzwischen kommen Butan und Propan zum Einsatz. Das Gas wird in Kartuschen angeboten, sodass ein gefahrloser Betrieb möglich ist. Für Kartuschen eigenen sich handelsübliche 190g Butan (ca. 300 ml) Stechkartuschen, da diese überall verfügbar sind. Wer heute noch eine Benzin Lötlampe kaufen möchte, entscheidet sich für eine der wenigen, noch als Neuware verfügbaren Lötlampen wie die LP-1M-1* oder muss nach gebrauchten Modellen etwa bei Ebay Ausschau halten. Dort findet sich jedoch immer eine große Auswahl an gebrauchten Benzin Lötlampen, wie etwa diese Lötlampe:

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Flamme und Flammfärbung einer Lötlampe aus Messing.

Flamme einer Lötlampe.

Die Temperatur der Gasflamme erreicht je nach Modell bis zu 1800° C. Ein moderner Lötbrenner eignet sich somit zum Weich- und Hartlöten. Ein weiterer Vorteil der Lötlampe ist, dass sie unabhängig vom Stromnetz betrieben werden kann. Daher kommt sie häufig bei der Montage von Dachrinnen oder anderen Arbeiten im Außenbereich zum Einsatz.

  • Flammtemperatur 1800° C
  • Gasbetrieb mit Butan oder Propan
  • Standard Gaskartuschen 190g, 330ml

Aufbau einer Lötlampe

Der Begriff Lötlampe ist irreführen, denn es handelt sich weniger um eine Lampe, sondern um einen Gasbrenner. Jede Lötlampe besteht aus einem Haltegriff aus Kunststoff oder Metall, einem Brenner sowie einer Brennstoffzufuhr. Mit einer Gaskartusche wird der Brenner mit Gas versorgt. Diese wird in eine spezielle Halterung eingeschraubt. Dadurch bohrt sich ein Injektor in die Kartusche, durch den das Gas zu einem Regelventil fließt. Mit dem Ventil lässt sich die gewünschte Gasmenge exakt regulieren. Das Gas tritt dann durch ein Messingrohr nach außen. In diesem Rohr befinden sich Bohrungen, durch denen Luft aufgrund der Gasströmung angesaugt wird.

Das austretende Gas-Luftgemisch muss mit einem Anzünder angezündet werden. Das ist insbesondere bei einfachen Lötlampen der Fall. Es gibt aber auch Ausführungen mit einer integrierten Piezozündung. Diese zünden das brennbare Gemisch mittels Knopfdruck. Zum Abstellen der Flamme wird lediglich das Ventil geschlossen. Ein Vorteil beim Betrieb der Lötlampe mit Gas ist ein vom Stromnetz unabhängiger Betrieb.

Größere Lötbrenner werden nicht mit kleinen Kartuschen, sondern an Gasflaschen betrieben. Der Brenner wird bei diesen Geräten mittels Schlauch an die Gasflasche angeschlossen. Dadurch sind die Geräte nicht so flexibel, erreichen aber eine deutlich längere Arbeitszeit. Für umfangreiche Arbeiten sind sie daher unerlässlich.

  • Kompakte Bauweise
  • einhändig betreibbar
  • integrierter Zünder
  • Kunststoffgriff

Anwendungen einer Lötlampe

Beim Löten werden zwei Metalle durch die thermische Einwirkung der Lötlampe dauerhaft stoffschlüssig verbunden. Vor allem bei der Installation von Heizungsanlagen, aber auch im Badbereich wo Kupfer- und Metallrohre verwendet werden, werden diese Verbindungen benötigt. Im Hobbybereich werden Gaslötgeräte etwa zum Holzgravieren oder Schneiden von Styropor zum Basteln verwendet.

Hart- und Weichlöten mit der Lötlampe

Für die Unterscheidung Hartlöten oder Weichlöten spielt die Temperatur, bei welcher das Lot verarbeitet wird eine Rolle. Genauer: Es ist die Schmelztemperatur des Lotes. Lote, deren Schmelzpunkt unterhalb von 450 °C liegt bezeichnet man als Weichlot, die Verarbeitung als Weichlöten. Bei über 450° C spricht man von Hartlöten bzw. Hartlot.

  • Weichlöten bis 450° C
  • Hartlöten ab 450° C
  • ab 900° C Hochtemperaturlöten / Schweißen
Vorteile des Lötens
  • niedrige Arbeitstemperatur
  • Kurze Arbeitszeit
  • Kaum Veränderung der Grundwerkstoffe (Werkstoffgefüge)
  • Kombination beliebiger Grundwerkstoffe möglich
Hartlöten

Hartlöten ist eine Alternative zum Schweißen, das im allgemeinen eine höhere Festigkeit aufweist. Hartlöten kommt immer dann in Frage, wenn Wärme- oder Stromleitfähigkeit wichtiger sind als Haltbarkeit gegen mechanische Belastung einer Verbindung sind. Werden unterschiedliche Metalle verwendet, kann sogar der Peletier-Effekt ausgenutzt werden. Beim Hartlöten werden Werkstücke oft mit einem Messingdraht verbunden. Dazu ist eine Temperatur von bis zu 900° C erforderlich. Solche Verbindungen sind sehr belastbar.

Diese Werkstoffe eignen sich besonders fürs Hartlöten:

  • Stahl
  • Kupfer
  • Messing
  • Silber
Weichlöten und weitere Anwendungen einer Lötlampe

Dachrinnen werden in der Regel mit einer Temperatur von weniger als 400 Grad Celsius weichgelötet. Es gibt aber noch zahlreiche weitere Einsatzmöglichkeiten für einen Lötbrenner. Es lassen sich damit auch sehr einfach und schnell Grillkohlen anzünden. Da diese Geräte nicht nur hohe Temperaturen, sondern auch große Wärmemengen erzeugen, eignen sie sich zur Erwärmung von Werkstücken aller Art. Das kann bei vielen handwerklichen Arbeiten erforderlich sein. Eine sehr bekannte Anwendung ist die Erwärmung von Glühkopfmotoren. Auch das Ablösen von hartnäckigen Lackschichten gelingt mittels Lötbrenner.

Verwendung von Loten

Eine Weichlotrolle*.

Reines Eisen hat einen Schmelzpunkt von 1536° C. Dieser wird zwar bei Stählen durch Zugabe von Legierungselementen erniedrigt, liegt aber immer noch über 450° C. Zur Verbindung wird deshalb ein Lot benötigt, das die Grundwerkstoffe benetzt ohne sie aufzuschmelzen. Die Werkstoffe und das Lot müssen vor dem Löten auf Arbeitstemperatur gebracht werden, damit sie sich mit Lot benetzen lassen. Das Werkstück sollte daher fettfrei sein und keine Oxidschicht haben. Technisch kann eine gute Oberfläche durch die Verwendung eines Flussmittels erreicht werden. Das Flussmittel zerstört vorhandene Oxidschichten. Während der Erwärmung durch die Lötlampe verhindert es die Neubildung von Oxidschichten. Soll auf Flussmitel verzichtet werden, muss im Vakuum oder mit speziellen Loten gelötet werden. Ebenso hilft die Verwendung von redzuierendem Schutzgas, das ebenfalls Sauerstoff von der Lötstelle fernhält, was aber einen höheren Aufwand darstellt.

Meistens kommen Legierungen zum Einsatz, die einen günstigen Schmelzpunkt haben und die Verbindung begünstigende, Bestandteile enthalten. So muss die Viskosität (Zähflüssigkeit) der Schmelze klein sein, damit auch kleine Spalte gelötet werden können. Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Lote zum Einsatz:

  • silber- und phosphor­haltige Lote für die Verbindung von Kupfer und anderen NE-Metallen
  • Kupfer-Phosphor-Hartlote für reiner Kupferverbindungen
  • Lote mit hohem 45% Silberanteil (niedriger Schmelzpunkt)
  • silizium­haltige Aluminiumlote zum Löten von Aluminium
  • Messinghartlote für die Verbindung von allen Stählen, Kupfer und vielen nickel­haltigen Materialien
  • Lote auf Nickelbasis (Schmelzpunkten um 1000° C) für Stähle sind temperaturbeständig
Beim Löten die Kapillarwirkung nutzen

Mittels Löttechnik lassen sich Rohrleitung verbinden. In diesem Bereich kommt es auf Dichtheit an den Verbindungsstellen an. Deshalb wird die Kapillarwirkung genutzt. Der Spalt zwischen den Rohren und den Fittings sollte in einem Bereich von etwa 0,2 bis 0,5 Millimetern liegen. Dadurch wird das durch die Erwärmung flüssig gewordene Lot entgegen der Schwerkraft angesaugt. Die Folge davon ist, dass der komplette Hohlraum zwischen den beiden Werkstücken mit flüssigem Lot gefüllt wird. So entsteht eine wasserdichte Verbindung.