Der Lötbrenner

Bei einem Lötbrenner handelt es sich um die moderne Weiterentwicklung einer Lötlampe. Als Brennstoff kommt ebenfalls Gas (eine Mischung aus Propan und Butan) zum Einsatz. Erfahren Sie, welche Modelle es gibt und auf was Sie beim Kauf unbedingt achten müssen.

Lötbrenner Modellvarianten

Unter dem Oberbegriff Lötbrenner können zwei Varianten bezüglich technischen Merkmalen sowie Anwendungen und Aufbau unterschieden werden.

Lötbrenner für Industrie

Lötbrenner, Lötlampe, Kartusche, Butan

Lötbrenner mit Kartusche*.

Mit großen Kartuschen ausgestattet erreichen Lötbrenner für die Industrie lange Betriebsdauern bis zu 2,5 h mit einer Kartuschenfüllung. Die handlichen Vielzwecklötgeräte verfügen über ein kompaktes, handliches Design und starke Turbobrenner. Flammtemperaturen bis 1800° C und Arbeitstemperaturen bis 800° C sind möglich. Primäre Anwendungen sind Hartlöten, können aber im privaten Umfeld auch zum Abflammen von Unkraut oder dem Anzünden von Grillkohle (Dauer: unter 1 Minute) verwendet werden. Wird ein Lötbrenner ausschließlich dafür verwendet, reicht eine Kartusche oft eine ganze Grillsaison. Beim Hartlöten können Kupferrohre bis 22 mm Durchmesser, beim Weichlöten bis 28 mm Durchmesser gelötet werden.

Günstige Modelle haben keine elektrische Zündung. Diese erfolgt mit einem Feuerzeug oder Streichhölzern. Benötigen Sie regelmäßig neue Gaskartuschen sollten Sie vor dem Kauf die Folgekosten beachten und sich für ein Modell entscheiden, für welches es günstige Kartuschen gibt. Einige Hersteller bieten Kartuschen in unterschiedlichen Größen an, so dass selbst diese Lötbrenner kompakt in der Küche verwendet werden können.

  • Arbeitszeit 2.5h pro Füllung
  • Flammtemperatur 1800° C
  • Arbeitstemperatur bis 800° C
  • Lötbarer Rohrdurchmesser beachten
  • Kosten pro Kartusche (2-3€)

Kleine Lötbrennern – vielseitige Möglichkeiten

Kleiner Lötbrenner, Mini Flamme, Creme Brulee Brenner

Mini Lötbrenner mit Feuerzeuggas betrieben*.

Kleine Lötbrenner sind die idealen Helfer für viele Anwendungen. Diese reichen von der Küche oder in der Gastronomie über die Werkstatt bis zu Outdoor Aktivitäten. Selbst kleinere Schweißarbeiten oder das Löten von Schmuck aus Gold oder Silber sind damit möglich. Ein kleiner Lötbrenner verfügt über einen internen Gastank, der nachfüllbar ist. Achten Sie darauf, dass normales Feuerzeuggas verwendet werden kann. Das ist nicht nur günstig sondern kann auch problemlos im Baumarkt oder an Tankstellen gekauft werden. Die Betriebskosten bleiben niedrig. Das Auffüllen ist zudem einfach in der Handhabung.

Die Zündung der Gasflamme erfolgt bequem per eingebautem Piezozünder. Bei einigen Modellen kann sogar auf Dauerbetrieb gestellt werden, was sehr hilfreich ist wenn Arbeiten mit zwei Händen notwendig sind. Achtung: Betreiben Sie niemals einen Lötbrenner ohne Aufsicht. Die Flammentemperatur lässt sich über die einstellbare Gas- und Luftzufuhr regulieren. Flammtemperaturen von 1300° C, Arbeitstemperaturen von bis zu 650° C sind mit diesen Lötbrennern möglich.

  • Piezozünder
  • Interner Tank für Feuerzeuggas
  • Flammentemperatur 1300° C

Zubehör

Die kleinen Geräte sind relativ günstig. Es handelt sich um Einsteigermodelle oder Brenner, die für einzelne Anwendungen gedacht sind. Zubehör zu finden ist entsprechend schwierig bis unmöglich. Die Hersteller sehen keine Möglichkeit vor, die Flamme auch für andere Anwendungen einzusetzen. Es gibt in der Regel keine Schraubgewinde oder die Möglichkeit etwa eine spachetelförmige Spitze aufzusetzen um Styropor zu schneiden. Umfangreiches Zubehör findet man bei gasbetriebenen Lötgeräten für die es unterschiedliche Spitzen und Düsen gibt.