Diese Kartuschen für Lötlampen gibt es

Lötlampen werden mit Gas betrieben, welches über Gaskartuschen bereitgestellt wird. Sie sind Einwegbehälter, die mit flüssigem Gas wie Butan oder Propan oder eine Mischung daraus gefüllt sind. Lesen Sie welche 3 Kartuschen für Lötlampen es gibt und welche Vor- und Nacheile sie haben.

Die drei Kartuschen für Lötlampen

Gaskartuschen sind standardisierte, mit Flüssiggas befüllte Einwegbehälter aus Metall. Sie können vielfältig in Camping-Gaskochern, Lötlampen, Lötbrennern oder in Gaslampen verwendet werden und eingesetzt werden. Die drei Kartuschen für Lötlampen sind zum Stechen, über Bajonettverschluss oder zum Schrauben.

Die Stechkartusche

Als Kartusche für Lötlampen die günstig in der Anschaffung und im Betrieb sein sollen, werden Stechkartuschen verwendet. Sie haben kein Ventil. Stattdessen hat das Gerät in dem die Kartusche verwendet wird einen Dorn, der sie beim Einsetzen aufsticht. Die Stechkartusche hat an der Oberseite eine Vertiefung für den Dorn. Diese Stelle muss vor dem Einstechen unbedingt auf Sauberkeit geprüft werden, da die Gummidichtung sonst nicht korrekt abdichten kann.

Für Lötlampen sind diese Kartuschen besonders beliebt, da sie zum einen über ein sehr gutes Preis / Leistungsverhältnis verfügen und zum anderen in Supermärkten, Tankstellen oder Baumärkten gekauft werden können. Einzelpreise liegen für die beliebten 190g Stechkartuschen bei unter 2€ pro Stück.

Ein Nachteil von Stechkartuschen ist, dass sie einmal eingesetzt nicht wieder entfernt werden können. Das Gas würde sofort ausströmen. In der nähe von offenem Feuer besteht die Gefahr einer Verpuffung. Ältere Gummidichtungen können nicht zu 100% abdichten, so dass über Wochen und Monate immer kleine Mengen Gas entweichen können. Die Kartuschen in der Lötlampe ist unter Umständen gerade dann leer wenn man sie braucht.

Stechkartuschen sind mit unterschiedlichen Gasmischungen erhältlich, für die es Kennzeichnungen gibt:

  • C200 (rot): 80% Butan 20% Propan
  • C206 D super (blau): 70% Butan 30% Propan
  • Power Gas: 95% Butan 5% Propan

Für Stechkartuschen gibt es Adapter, die den Anschluss einer 190g Kartusche an herkömmliche Schraubkartuschen ermöglichen.

Schraub-Ventilkartuschen

Mit einem 7/16“ Gewinde versehen muss eine Schraub-Ventilkartusche immer an einen passenden Anschluss geschraubt werden. Das höherwertige Kartuschensystem hat einen Vorteil gegenüber Stechkartuschen: Die Behälter haben ein eingebautes Ventil. Es öffnet nur, wenn die Kartusche aufgeschraubt ist. Die Schraubkartusche kann also zwischen verschiedenen Geräten gewechselt werden, ohne dass Gas ausströmt.

Für Schraub-Ventilkartuschen gibt es viele Hersteller. Mischungsverhältniss der Gase reichen von 70% Butan, 30% Propan über 50% Butan, 25% Propan und 25% Isobutan oder als Lötlampe Kartusche mit hohem Energiegehalt mit 100% Propen.

Die Bajonett Ventilkartusche

Ebenfalls mit einem Ventil ausgestattet können diese Kartusche auch demontiert und zwischen Geräten ausgetauscht werden. Die Kartusche wird nicht geschraubt, sondern aufgesteckt und mit einem Hebel gesichert. Zur Unterscheidung gegenüber Stechkartuschen haben Bajonett Ventilkartuschen den Zusatz CV. Auch hier gibt es Mischungen von 80% Butan, 20% Propan wie bei Campingaz CV 270 (230g Inhalt) bis 100% Butan (Campingaz CV 360 mit 52g Inhalt).

Gefahren beim Umgang mit Gaskartuschen

Da Gaskartuschen für Lötlampen relativ günstig sind, wird Material gegenüber Gasflaschen gespart. Sie haben eine dünnere Wand und sind empfindlicher gegenüber mechanischen Beschädigungen. Sollte die Hülle beschädigt werden tritt Gas in flüssiger und / oder gasförmiger Form aus. In geschlossenen Räumen entsteht schnell ein explosionsfähiges Gas-Luft-Gemisch. Da das ausströmende Gas sehr kalt ist können außerdem Kälteverbrennungen an der Haut entstehen. Achten Sie darauf, Gaskartuschen nicht über der vom Hersteller angegebenen Temperatur (meistens 50°C) zu lagern. Dies gilt insbesondere im Sommer auf für Autos!