Die Lötpistole

Die Lötpistole verdankt ihren Namen der Ähnlichkeit zu einer Pistole: Sie hat einen Haltegriff, der mit den Fingern umschlossen wird. Der Abzug funktioniert als Ein- und Ausschalter für Strom oder Gas. Lötpistolen haben kurze Heizdauern und eigenen sich für einhändige Arbeiten.

Eine Lötpistole mit Gas oder Strom?

Elektrische Lötpistolen eignen sich wegen ihrer niedrigen Arbeitstemperatur nur zum Weichlöten. Wollen Sie auch Hartlöten, so kommen Sie um den Kauf einer gasbetriebenen Lötpistole nicht herum.

Die elektrische Lötpistole

Elektrische Lötpistole*.

Überwiegend mit Strom betrieben werden Lötpistolen als leistungsstarke Reparaturwerkzeuge aber auch für Holzarbeiten wie Gravuren verwendet. Das beheizte Element, eine Spitze, die wegen der guten Wärmeleitfähigkeit (etwa 10 Mal mehr als Eisen), aus Kupfer besteht. Eine Lötpistole kann mit einer Hand gehalten und mit dem Zeigefinger ein- und ausgeschaltet werden. Sie kommt immer dann zum Einsatz, wenn einhändige Arbeiten notwendig oder hilfreich sind.

Lötpistolen erreichen innerhalb kurzer Zeit ihre Betriebstemperatur von 300° C bis 400° C. Sie eignen sich deshalb nur fürs Weichlöten. Elektrische Varianten benötigen eine Steckdose mit 230 V. Leistungen zwischen 60W und 100W sind üblich. Die Aufheizzeit ist mit 10 bis 30 Sekunden sehr kurz.

Während einfachere Modelle lediglich einen Lötkolben ersetzten können, gibt es Lötpistolen mit Lötzinnzufuhr. Eine Lötzinnrolle kann an der Pistole eingehängt werden. Über eine geeignete Mechanik kann Lötzinn zwischen 0.8mm und 1.2mm Dicke an die Lötstelle transportiert werden.

Als Zubehör empfiehlt sich eine Tasche oder ein kleiner Koffer, mindestens aber ein zweite Lötspitze etwa in Keilform aus Kupfer sowie ein Reinigungsschwämmchen.

  • 230 V / 100 W
  • Aufheizzeit max. 30 Sekunden
  • Rutschfester, hitzebeständiger Griff
  • Schnelle Abkühlung
  • CE Zeichen
  • Umfangreiches Zubehör
  • Mit / ohne Lötzinnzufuhr

Lötpistole mit Gas

Lötpistole gasbetrieben.

Eine Gaslötpistole*.

Die Vorteile der elektrischen Lötpistole finden sich auch bei den gasbetriebenen Modellen wieder. Einhändiges Arbeiten ermöglicht 360° Erreichbarkeit von Werkstücken. Die Zündung erfolgt bei Profi Geräten sicher und einfach mit Piezo-Zündung. Die Flamme kann über ein Ventil stufenlos geregelt werden. Flammentemperaturen bis zu 2400° C sind möglich. Die Arbeitstemperatur reicht bis zu 950° C. Gasbetriebene Lötpistolen eigenen sich deshalb zum Hartlöten. Über eine Feststelltaste sind auch längere Arbeiten möglich. Stellt man die Lötpistole auf den Boden, können sind sogar beide Hände verwendet werden.
Gasbetriebene Lötpistolen haben Leistungen bis ca. 3500 kW. Um diese Leistung zu erreichen verbrauchen sie bis zu 250g Gas pro Stunde. Eine Schraubkartusche mit 7/16“ Gewinde hält bei voller Leistung ca. 60 Minuten.

  • Einhandbetrieb
  • stufenlos regelbar
  • Piezo-Zündung
  • 250 g/h Verbrauch
  • 3,5 KW Leistung
  • Feststelltaste
  • passend auf 7/16“ Gaskartuschen

Tipp: Kaufen Sie nicht die jeweils billigste Variante. Es muss nicht immer ein Profi Gerät sein, aber da mit Gas hantiert wird, sollten zu Ihrer eigenen Sicherheit gewisse Qualitätsstandards eingehalten werden. So werden gute Werkzeuge auch bei längerem Betrieb am Griff oder der Düse nicht heiß.